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Aus was besteht unsere Kleidung? - Ein Überblick über die verschiedenen Faserarten

Was ist eigentlich die meist genutzte Faser für unsere Kleidung? Und welche Materialien gibt es überhaupt? Einen kleinen, kompakten Einblick über Faserarten und deren Eigenschaften geben wir euch im Folgenden. Wie immer, könnt ihr auch unsere Podcastfolge dazu anhören.

 
Beginnen wir mit dem ganz Grundsätzlichen, der Unterteilung in zwei Typen: 

NATURFASERN 

Die Naturfasern sind unterteilt in tierische und pflanzliche. Die tierischen Fasern werden vor allem für hochwertige Kleidung sowie Winterware verwendet: Merino, Vikunja, Alpaka oder auch die herkömmliche (Schafs)Wolle. Die pflanzlichen Naturfasern sind – bis auf Baumwolle und Leinen- eher im Heimtextil sowie Verpackungsbereich verwendet. Jute, Hanf, Kokos oder Ramie eignen sich aufgrund ihrer Struktur weniger für anschmiegsame Kleidung.  Neue Verarbeitungsverfahren bringen aber auch hier frischen Wind in die alten Fasern und lassen das hier heimische Flachs und Hanf wieder interessant werden.

CHEMIEFASERN 

Chemiefasern, allen voran die Synthetischen, machen den Großteil der weltweit verwendeten Fasern aus. Polyester mit einem Anteil von 80% ist dabei unangefochtener Spitzenreiter der polymerbasierten Fasern. Die Produktion liegt dabei in fester Hand Chinas, wodurch Menge sowie Preise massiv bestimmt werden. Rohstoff hierfür ist Erdöl, Steinkohle und chemische Zusätze, das Endprodukt sind Polyester, Polyamid, Polyacryl, Elastan und viele andere ‚Polys‘ mehr.  
Der andere Teil der Chemiefasern basiert auf Zellulose und hat einen festen Bestandteil in der Modewelt gefunden, vor allem in der Damenkleidung. Viskose, Modal und Lyocell lassen fließende Stoffe entstehen. Noch dazu sind diese auch in Sachen Nachhaltigkeit positiv zu bewerten: als Rohstoff dient Holz oder Moleküle aus Baumwolllinters, die teils ohne jegliche chemische Lösemittel, zu Fasern verarbeitet werden können.
Während Naturfasern allgemeinhin einen sehr guten Ruf, besonders hinsichtlich Nachhaltigkeit haben, darf nicht vergessen werden: Jede pflanzliche Naturfaser, insbesondere die Baumwolle, vereinnahmt große Ackerflächen und enorme Wassermengen für den Anbau – und macht damit dem Anbau von Lebensmitteln starke Konkurrenz. Dies meist noch in Ländern, in denen es an Beidem mangelt. Chemiefasern sind somit tatsächlich auch in Sachen Nachhaltigkeit keine zu unterschätzende Alternative.

UND WAS IST MIT LEDER? 

Leder zählt nicht zu den textilen Faserstoffen, sondern ist separat zu betrachten. Als Sneakerlabel TURNS ist dieses Material aber für uns ein wichtiger Grundstoff und bietet unzählige Varianten. Das tierische Leder – gut verarbeitet- ist bis dato noch von keinem Kunstleder an Qualität und Langlebigkeit zu überbieten. Rein von seinen qualitativen Eigenschaften betrachtet, ist es ein außerordentlich gutes Material. Um die negativen Seiten der ‚Herstellung‘ von Leder – sowohl bezüglich der Gewinnung als auch der Verarbeitung mit Chrom 6 – zu vermeiden wird inzwischen vielfach auf Imitate zurückgegriffen. Die Qualitäten hier sind sehr unterschiedlich, haben aber alle eine Gemeinsamkeit: sie basieren auf synthetischen Fasern, die teils mit pflanzlichen Fasern gemischt werden. Der Begriff Kunstleder steht quasi synonym für Polyurethan, die vielen Lederalternativen wie Ananas oder Traubenleder sind mit Pflanzenresten vermengt um den Anteil von Synthetics zu minimieren. 

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